Home Foren Technik und Vermessung Fragen zum K3X

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  • #12326
    Holger@Mardorf
    Teilnehmer

    Danke für die vielen Tipps!

    Ich habe mir ein Spinlock für den Traveller bestellt und werde das demnächst umrüsten und noch mehr mit dem Traveller arbeiten. Bin gespannt!

    Grüße, Holger

    #12325
    gregorLgregorL
    Teilnehmer

    Hallo,

    Robert kann ich nur vollumfänglich zustimmen.

    Da ich aber beide K3/K3X segle bzw. gesegelt bin und weder der Jüngste noch der Schwerste bin, kann ich es mir nicht verkneifen, noch etwas anzumerken.

    1. Traveller mit Spinlock ist für mich das Praktikabelste. das gilt sowohl in Böen als auch um den Druck für Leichtgewichte ab 11-12kn rauszubekommen. Voraussetzung ist immer eine wirklich maximal dichte Grossschot, sonst funktioniert das Prinzip nicht und die guten Segeleigenschaften reduzieren sich.

    2. Auf der Kreuz am hinteren Beam stehen auch bei mehr Wind ist keine gute Idee; die Segeleigenschaften verändern sich sehr nachteilig. Überhaupt sind richtige Stecker an der Kreuz ungewöhnlich, den Lee-Schwimmer mal wegstecken passiert, ist aber gut zu kontrollieren.

    3. Raumschots unter Reacher kommt auch der Traveller ins Spiel. Aufgrund der höheren Bootsgeschwindigkeit kommt der scheinbare Wind als Halbwind daher, ergo muss das Gross in Halbwindstellung sein d.h. der Traveller steht auf Höhe des Ausreitgurtes. Sehr positiver Nebeneffekt, bei der Halse ist der Druck im Gross viel geringer und die Kentergefahr minimiert.

    4. Stecker unter Reacher. Beim X ist der klassische Stecker mit Bohren des Lee-Rumpfes aufgrund der Rumpfform fast kein Problem und mit etwas Aufmerksamkeit sehr gut kontrollierbar. Aufgrund des grossen Riggs gibt es bei Welle mit dem X ein Luxusproblem. Man ist u.U. deutlich schneller als die Welle und bohrt mit beiden Rümpfen beim Bergabfahren in die nächste Welle. Das gibt dann veritable Stecker mit Handstandüberschlag-Charakter. Der K3 ist aufgrund des Vorschiffs etwas sensibler bei Raumwind. Er erfordert hier einfach ein konzentriertes Segeln und damit rechtzeitiges Abfallen bzw. Fieren der Reacherschot; Schlafmützen werden hier im Wasser schnell wieder wach.

    Allgemein gilt, man muss das immer austesten und vielleicht auch mal über die Grenze gehen, wenn es die Sicherheit erlaubt, damit man weiss, wo die Grenze ist.

    Der K3 ist ein wunderbares Boot und ich wünsche noch viel Spass damit.

     

    #12323
    RobertRobert
    Teilnehmer

    Einhand ist es immer eine Abwägung ob in der Böe der Traveller, die Großschot oder die Cunningham verstellt wird, für alles hat man zu wenig Hände.

    Die Steuerung über den Traveller mit geschlossener Großschot ist in der Regel am effektivsten, Spinlockklemme vorrausgesetzt. Cunningham, sofern das Ambitionsystem installiert ist ideal um Windfelder auszutrimmen, für kurze Böen ist die Gefahr zu groß das der Verstellweg nicht ausreichend ist.

    Der Gennaker hebt tatsächlich den Bug leicht an was weniger zu Steckern führt. Ausgelöst wird die Nickbewegung in der Regel durch zu viel Vortrieb im Segel welcher nicht in Fahrt umgesetzt werden kann. Daher ist ein fahren mit mehr Geschwindigkeit auch deutlich weniger Steckergefährdet da die Böen nicht mit großer Geschwindigkeit im Bezug zum Boot einfällt und das Boot stärker beschleunigen will als es die Rümpfe zulassen (Trägheit). Die X-Modelle haben alle im Bug Flächen welche dynamischen Auftreib erzeugen und somit mit mehr Fahrt auch mehr Auftrieb generieren.

    Das hat natürlich alles seine Grenzen.

    #12322
    Holger@Mardorf
    Teilnehmer

    Das ging schnell! Vielen Dank Robert.
    Ich werde die Kauschen ein wenig abfeilen an den Stellen wo man eine Kante spürt
    und den Traveller am Wind noch ein Stück weiter aufmachen (und mir bei mehr Wind einen Vorschoter mitnehmen).

    Das führt mich direkt zur nächsten Frage: Wenn ich den Rollgennaker setze, erhöht sich dann zwangsläufig die Steckergefahr?
    man hört ja dass der Gennaker mit seinen horizontalen Teilen Auftrieb erzeugt. Helge Sach schreibt in seinem Buch, dass durch die höhere Geschwindigkeit durch die Rümpfe mehr Auftrieb erzeugt wird und die Steckergefahr eigentlich nicht steigt. Das würde bedeuten das die Steckergefahr solange nicht höher wird, wie die Geschwindigkeit hoch ist. Bis jetzt war ich bei mehr Wind aber lieber etwas vorsichtiger mit dem Rollgennaker.

    Viele Grüße,
    Holger

    #12321
    RobertRobert
    Teilnehmer

    Zu 1: Die Ösen sind teileweise ab Werk scharfkantig an genau der Stelle wo die Leine läuft. Hier Hilft nur mit einer halbrund Schlüsselfeile den Grat wegnehmen.

    Zu 2: Der hohe Mast des K3X sorgt für mehr Steckerneigung ohne Gennaker vor dem Wind, am Wind ist das insgesamt weniger ein Problem. Das kleinere Dacronsegel ist hier etwas gutmütiger da es im Top nicht so groß ist. Grundsätzlich ist der K3 ob mit oder ohne X schnell überpowert, insbesondere mit weniger als 90kg.

    Wichtig ist hier den Unterliekstraveller nach vorne zu nehmen und den Traveller zu öffnen. Bei geschlossener Großschot passiert es häufiger dass der Traveller auf der Kreuz weiter geöffnet ist als Raumwind unter Gennaker. Irgendwo muss der Druck halt hin und sobald das Groß geöffnet ist zeigen natürlich die Bändsel eine nicht optimale Strömung an.

     

    #12317
    Holger@Mardorf
    Teilnehmer

    Hallo,

    ich habe seit ein paar Jahren einen K3X Touring, den ich meist alleine Segele. Ich bin sehr begeistert von diesem Boot, habe aber ein paar Fragen. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp…

    1: Trampolinleine: Die Trampolinleine scheuert im Laufe der Saison bei so ziemlich jeder Kausch durch, so dass ich diese jedes Jahr ersetzen muss. Solange die Leine bis zum Ende der Saison hält ist ja alles Ok, aber sollte mir die Leine mal während des Segelns durchreißen dann wird es ungemütlich. Habe ich das Trampolin zu stark gespannt, oder gibt es da noch einen anderen Trick? Die Kauschen haben auch ziemlich scharfe Kanten.

    2: Stecker. Wenn ich bei mehr Wind alleine fahre, stehe ich oft im Trapez in Höhe des hinteren Beams, da das Boot sonst sehr schnell unterschneidet und dann auch kentert. Es ist „nur“ ein Touring, ich habe also keinen Decksweeper. Am Wind (bei 4-5 Bft) ist die Fock eingerollt, Cunningham durchgesetzt und der Traveller ist etwas aufgefiert. Dennoch kann ich das Boot oft nur halten wenn ich sehr hoch an den Wind gehe und die Trimmfäden im Gross schon anzeigen dass ich zu hoch am Wind bin. Mein Gewicht liegt momentan bei 73 kg. Ist das zu leicht? Das Aufrichten nach dem Kentern klappt jedenfalls mittlerweile ganz gut.

    Viele Grüße,
    Holger

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